Geschichte des Bildes

1974 erfolgte die Gründung des Kollegiums Bildender Künstler Schaddelmühle in Schaddel / Großbothen bei Grimma durch Regina Junge, Astrid Dannegger, Horst Skorupa, Sigrid Huß. Die Gründung erfolgte in einer alten Wassermühle. Diese befand sich zu der Zeit in einem baulich schlechten Zustand. Atelier-, Wohn- und Aufenthaltszimmer mussten erst um-, und ausgebaut werden, Ateliertechnik angeschafft und installiert werden. Gute Vernetzungen der Künstler/innen Astrid Dannegger und Horst Skorupa führten 1975 zu Kontakten und zur Beauftragung durch die Großwäscherei Geithain über die Anfertigung eines baugebundenen Kunstwerkes für die Werktätigen des Betriebes. Standort war der Speise- und Festsaal der Großwäscherei. Zwei Jahre arbeiteten die Künstler an der Ausführung. Astrid Dannegger schuf sämtliche Keramikreliefs, Horst Skorupa schuf die Malerei auf den Putzflächen. Eine Mitwirkung von Regina Junge im Anfangsstadium der Gestaltungsfindung ist wahrscheinlich. Inwieweit Arbeitsteilung zwischen den Autoren bei technischen Abläufen der Keramikherstellung bestand, ist nicht bekannt. Astrid Dannegger 1942, Studium der Keramik in Berlin, Diplom 1966 (Prof. Müller), lebt in Morgenitz auf Usedom. Horst Skorupa 1941, Studium der Malerei in Berlin (bei Prof. Dähn, Behrens Hangeler), Museologiestudium in Leipzig, 2004 verstorben. Regina Junge 1939, Studium Kunst- und Formgestaltung in Berlin (Prof. Henze, Kaiser, Mohr), lebt und arbeitet in Oranienburg.



Beschaffenheit und angewandte Technik des Kunstwerkes und der Standmauer

Das Kunstwerk zeichnet sich aus durch den guterhaltenen Originalzustand und die hohe künstlerische Qualität sowie die sehr ungewöhnliche Größe des Werkes. Bei der Schaffung kam eine Mischtechnik aus Hochrelief, Flachrelief und Fresko zum Einsatz. Teilweise gehen plastische Elemente in Freskomalerei über. Das Kunstwerk ist durch Architektur- oder Naturelemente gegliedert. Die Reliefs bestehen aus Keramik. Diese ist teilweise farbig glasiert. Unglasierte Partien sind mit Oxideinreibungen behandelt. Die Keramik wurde mindestens zwei Bränden unterzogen. Die Keramiken sind nur schwach gebrannt und daher sehr weich und verletzlich. Das gesamte Kunstwerk besteht aus vier Szenen. Diese sind teils weiter unterteilt.



Ausschnitt